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das kulturelle Überformat

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Nothing Personal

Urszula Antoniak

1 Min.

ra. Wie sehr die Frau verletzt worden ist, weiss das Publikum nicht. Aber es muss einschneidend gewesen sein: Anne stellt sämtliche Möbel vor die Türe und lässt Heim und Heimat hinter sich. In der Einsamkeit der rauhen irischen Natur findet sie einen Ort, an dem sie hofft, durch die Absenz jeglicher menschlicher Zivilisation wieder zu sich zu finden. Doch erst als sie in einer abgelegenen Bucht auf ein Haus stösst, in dem sie Martin – ebenfalls ein Mensch mit selbst gewählter Abgeschiedenheit – trifft, beginnt eine erneute Annäherung an ein Gegenüber. Regisseurin Urszula Antoniak gelingt es mit ihrem in Locarno 2009 gleich mit sechs Preisen ausgezeichneten Spielfilmdebüt «Nothing Personal», ein in bewegenden und atmosphärisch dichten Bildern verpackter Selbstfindungsprozess mit karger Schönheit zu inszenieren. Die beeindruckenden Bilder und die eindringliche darstellerische Leistung von Stephen Rea und Lotte Verbeek machen diesen Film zu einem Ereignis.

«Nothing Personal» (Irland / Niederlande 2009). Regie und Drehbuch: Urszula Antoniak. Kamera: Daniel Bouquet. Musik: Ethan Rose. Mit: Stephen Rea (Martin), Lotte Verbeek (Anne).

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