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Aki Kaurismäki
Le Havre
ra. Stilistisch wirkt der Film wie aus einer anderen Zeit: typisch Kaurismäki. Der schrullige Finne verpackt in seinem neusten Film «Le Havre» ein zeitgemässes Thema in ein zeitloses Ambiente und seziert eine ansonsten komplexe Geschichte, bis sich deren Elemente dem Betrachter quasi als Einzelteile auf der Leinwand präsentieren. Der junge, afrikanische Flüchtling Idrissa wollte eigentlich per Schiff nach London, doch nun ist er im französischen Le Havre gelandet, wo er dem Polizisten Monet entkommt. Der Lebenskünstler und Schuhputzer Marx kommt ihm zu Hilfe, nimmt ihn auf und versucht ihn, vor Monet zu schützen. Kaurismäki entlarvt hinter der Ernsthaftigkeit dieser Geschichte auch das Absurde und vereint in «Le Havre» einmal mehr Melancholie und Komik auf seine so einzigartige wie betörende Weise.
Le Havre. Finnland, Frankreich, Deutschland 2011. Drehbuch und Regie: Aki Kaurismäki. Kamera: Timo Salminen. Mit: André Wilms (Marcel Marx), Jean-Pierre Darroussin (Monet), Kati Outinen (Arletty), Blondin Miguel (Idrissa).


