Tipp
Mark Lanegan Band
Blues Funeral
ra. Kritiker haben Mark Lanegan immer wieder vorgeworfen, dass sich der Mann, der einst mit seinen Screaming Trees die Grunge-Ära um einen weiteren Aspekt bereicherte, zu sehr mit den düsteren Seiten des Lebens beschäftigt. Nach der akustisch zelebrierten, melancholischen Feinmechanik in Zusammenarbeit mit Partnerin Isobel Campbell, schöpft Lanegan mit seiner Band und dem Album «Blues Funeral» wieder aus dem reichen Fundus von Bluesrock mit Gospelansätzen. Da ist der Himmel dunkel, die Schuhe von den tiefen Sümpfen schwer und schmutzig und hinter jedem Baum lauert der Blues, den Lanegan hier mit scharfen Gitarren und hypnotischen Beats in einer Weise zu Grabe trägt, die ihn als amerikanische Alternative zu Nick Cave outet. Der Mann weiss eindrücklich mit Moll umzugehen und sich wohlweislich von Dur fernzuhalten. Gut so.


