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FFFH 2022
Biel wird zum 18. Mal zum Zentrum des frankophonen Filmschaffens
Starke Frauenfiguren stehen im Mittelpunkt der 18. Ausgabe des Bieler Festival du Film Français d’Helvétie (FFFH) zwischen dem 14. und 18. September. Insgesamt werden 60 Filme (die Mehrzahl untertitelt), darunter 27 «Grandes Premières» sowie eine Weltpremiere gezeigt. 11 Filmschaffende werden ihre Werke persönlich dem Publikum vorstellen.
Auch wenn traditionell am FFFH alle Genres vertreten sind – vom Drama über Thriller bis hin zur Komödie – so weist doch die filmische Auswahl vermehrt auf eine klare Haltung hin, was die inhaltliche Ausrichtung betrifft. Die Filmszene Frankreichs hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt und diesen Veränderungen will das FFFH Rechnung tragen. Noch deutlicher als im letzten Jahr sind Frauen im Programm vertreten, sei dies auf der Leinwand oder als Regisseurinnen. Verhandelt werden dabei von den Filmemacherinnen und Filmemachern zunehmend reale historische oder aktuelle Umstände oder Ereignisse.
«Une ode aux héroines fortes»
Damit setzt das FFFH – zusätzlich zur Publikumsnähe – den Fokus auch darauf, den Wert des französischen Films als Form relevanter Gegenwartskunst zu unterstreichen. Darunter fallen etwa sieben Spielfilme, die man unter dem Titel «Une ode aux héroines fortes» zusamenfassen könnte. Es sind dies: «Simone Veil – Le voyage du siècle» von Olivier Dahan mit Elsa Zylberstein, «La Syndicaliste» von Jean-Paul Salomé mit Isabelle Huppert, «Femme de Square» von Julien Rambaldi mit Eye Haïdara, «Les Amandiers» von Valeria Bruni Tedeschi mit Nadia Tereszkiewicz und Louis Garrel, «Les cinq diables» von Léa Mysius mit Adèle Exarchopoulus sowie «A plein temps» von Éric Gravel und «Annie Colère» von Blandine Lenoir – beide mit Laure Calamy in der Hauptrolle.
Neben spannenden Neuentdeckungen präsentiert das Bieler Festival auch Werke bekannter Filmemacher, meist als Premieren. So zum Beispiel «En Corps» von Cédric Klapisch, «Fumer fait tousser» von Quentin Dupieux, «La nuit du 12» von Dominik Moll, «Peter von Kant» von François Ozon oder «Tori et Lokita» der Gebrüder Dardenne.
Illustre Gäste
Um die Werke den Besucherinnen und Besuchern näher zu bringen, kann das FFFH wie gewohnt auf illustre Gäste zählen. Dass darunter solche sind, die bereits mehrfach in Biel anwesend waren, zeigt, welchen Ruf sich die Veranstaltung in den letzten Jahren in der frankophonen Filmszene erarbeitet hat. Die Schauspielerinnen Elsa Zylberstein und Carmen Kassowitz reisen ebenso ins Seeland wie Akteur Kacey Mottet Klein, der seit 2008 ein regelmässiger Gast des FFFH ist. Ein starker Akzent wird auf die Anwesenheit von Filmemachern gelegt: Léopold Legrand («Le sixième enfant»), Blandine Lenoir («Annie Colère»), Lionel Baier («La dérive des continents»), Christian Carion («Une belle course»), Christian Duguay («Tempête») und Clovis Cornillac («Couleurs de l’incendie») werden sich am Ende ihrer Vorführungen ebenfalls den Fragen des Publikums stellen.

Zum Abschluss eine Weltpremiere
Am Sonntagabend, als würdiger Schlusspunkt des Festivals, wird es zudem zu einer Weltpremiere kommen. Der Bieler Regisseur Laurent Wyss präsentiert seinen zweiten Langspielfilm mit «Peter K. – Alleine gegen den Staat». Wyss erzählt darin die Geschichte eines Mannes, der 2010 die Region rund um Biel in Atem hielt. Bei der durch den Staat angeordneten Zwangsräumung aus seinem Haus verletzte Peter K. einen Polizisten und war anschliessend mehrere Tage auf der Flucht. Eine wahre Geschichte über einen Rebellen, der vom Opfer zum Täter wurde.
FFFH-Website » (Informationen zum Programm und dem Vorverkauf)


